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Wichtige Entscheidungen

 

Ingolstadt, 04. März 1999

Ex-Formel 1-Star zu Audi
Komplettierung des Le Mans-Aufgebots
Audi Sport mit Coupé statt Roadster
Der Schwede Stefan Johansson und der Brite Perry McCarthy sind die beiden Piloten, die das Audi Sport Team Joest für die 12 Stunden von Sebring am 20. März 1999 komplettieren.

Stefan.Johansson.Goodwood.001Stefan.Johansson.Goodwood.002

Während McCarthy bereits einen Vertrag mit Audi Sport UK für die 24 Stunden von Le Mans hatte, ist Johansson ein Neuzugang, über den sich auch Emanuele Pirro freut, denn mit Stefan Johansson ist er seit Jahren befreundet.
Außerdem kennt der sich mit offenen Sportwagen und auf amerikanischen Rennstrecken sehr gut aus, denn seit geraumer Zeit bewegte er dort Ferrari 333 SP, so zuletzt beim 24-Stunden-Rennen von Daytona im Januar, das er als Dritter beendete.
 

 

Zuvor war Johansson zehn Jahre lang in der Formel 1 unterwegs und während dieser Zeit zwei Jahre für Ferrari und eines für McLaren gefahren.

Formula 1 Monaco 1985 - Stefan Johansson retired due to an accident with the 156/85 s/n 079. Formula 1 Monaco 1986 - Stefan Johansson finished in 10th position with the F1/86 s/n 090.

Der Schwede bringt auch einiges an Le Mans-Erfahrung mit, auch auf dem Gebiet des Siegens: 1997 triumphierte er im Joest-Porsche zusammen mit Michele Alboreto und Tom Kristensen. Die Partnerschaft zwischen Stefan Johansson und Alboreto geht übrigens schon auf das Jahr 1985 zurück, denn damals waren die beiden Teamkollegen bei der Scuderia Ferrari.

Klar, daß der ehemalige Le Mans-Sieger auch im Juni in Frankreich am Steuer eines Audi zum Einsatz kommen wird - dann allerdings für Audi Sport UK, wo es ja noch drei Plätze zu besetzen galt. Wie jetzt entschieden wurde, werden neben Johansson Stéphane Ortelli und Didier Theys das Aufgebot komplettieren. Der Franzose und der Belgier sind ebenfalls echte Sportwagen-Profies: Ortelli fuhr zuletzt einen Porsche 911 GT2 in der FIA GT-Serie und Theys einen Ferrari 333 SP in den USA.

333 SP s/n 012

Außer der kompletten Fahrerriege gab man heute in Ingolstadt bekannt, daß Audi Sport UK nicht mit zwei offenen Audi R8 in Le Mans starten wird, sondern mit zwei Coupés! Entwickelt von Tony Southgate, werden diese beiden Autos bei der britischen Audi-Tochter rtn (ehemals TOM’S) gebaut. Dies geschieht unter Verwendung der wichtigsten mechanischen Komponenten des offenen R8, wie dem V8-Turbomotor, dem Getriebe und der Bremsanlage. Dank der Entscheidung, zwei geschlossene und zwei offene R8 einzusetzen, ist man auf den Fall vorbereitet, daß der Vorteil, den das Reglement den offenen Sportwagen einzuräumen scheint, in der Praxis weniger stark ins Gewicht fällt.
Weil es jetzt zwei so unterschiedliche Versionen des R8 gibt, schien eine kleine Revision des Namens ratsam: Die offene Variante heißt fortan R8R (R für Roadster) und die geschlossene R8C (C für Coupé).

Gregor Schulz

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