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Vier Audi in Le Mans
Ingolstadt, 10.
Februar 1999
- Audi Sport UK
mit zwei Rennsportwagen
- Erfahrenes
Management
- 23 Le
Mans-Einsätze auf dem Fahrer-Konto
- Fragezeichen
über Sebring
- Was als
Gerücht schon lange die Runde machte,
wurde von Audi heute offiziell
bekanntgegeben: Im Zeichen der vier Ringe
werden am 2. Mai 1999 mehr als zwei Autos
an der Vorqualifikation zu den 24 Stunden
von Le Mans teilnehmen. Das Audi Sport
Team Joest, dessen Einsatz von zwei Audi
R8 im vergangenen Oktober bekannt wurde,
bekommt Unterstützung und Konkurrenz
zugleich:
- Audi Sport
UK, in den letzten Jahren mit zwei Audi
A4 Quattro in der Britischen
Tourenwagen-Meisterschaft unterwegs, wird
ebenfalls zwei Rennsportwagen einsetzen.
- Der Sitz des
1995 von Richard Lloyd und John Wickham
gegründeten Teams ist in Buckingham nahe
der Grand-Prix-Strecke Silverstone, also
direkt am Puls der Motorsport-Welt.
- Team-Direktor
Wickham verfügt über viel Erfahrung auf
diesem Gebiet: Bereits 1973 managte der
heute 49jährige das Formel-2-Team von
Surtees. 1989 kam er in die Formel 1, als
sich sein damaliger Arbeitgeber Footwork
mit Arrows im Grand-Prix-Sport
engagierte. Bevor er 1995 zu den
Tourenwagen wechselte, war er kurzzeitig
bei Ligier.
- Eine
Tätigkeit, der Wickham 1987 und 1988
nachging, kommt ihm nun bei Audi sehr
zugute: Damals baute er für Toyota deren
britische Motorsportzentrale TOMs
auf, die bekanntlich im letzten Jahr in
den Besitz von Audi übergegangen ist.
TOMs in Norfolk wird von Audi Sport
mittlerweile intensiv in das
Sportwagenprogramm mit einbezogen.
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- Teamchef
Lloyd, der auf eine erfolgreiche
Rennfahrerlaufbahn zurückblicken kann,
startete selbst fünfmal in Le Mans und
konnte das Rennen 1985 im Porsche 956 als
Zweiter beenden. Einer seiner Partner war
damals sein Landsmann James Weaver, der
1999 zum Fahreraufgebot von Audi Sport UK
gehören wird. Drei der Piloten stehen
bereits fest: Neben Weaver sind dies Andy
Wallace (Der in diesem Jahr bereits die
24 Stunden von Daytona im Riley &
Scott gewann!) und Perry McCarthy, der
sich einst in der Formel 1 im Andrea Moda
erfolglos um die Qualifikation bemühte,
und aus dem mittlerweile ein
erfolgreicher Sportwagenfahrer geworden
ist.
- Die
Le-Mans-Erfahrung der drei Briten ist im
übrigen nicht zu verachten: Weaver
startete bisher elfmal, Wallace zehnmal
(und siegte 1988 im Jaguar XJR-9 LM) und
McCarthy stellte sich zweimal dieser
Herausforderung im internationalen
Motorsport.
Eine Frage
bleibt momentan noch offen: Wird Audi am 20.
März beim 12-Stunden-Rennen im amerikanischen
Sebring an den Start gehen? Offiziell hält sich
Audi bedeckt und möchte eine Entscheidung so
lange wie möglich herausschieben. Ein klares Ja
oder Nein wird es in der achten Kalenderwoche
geben, nämlich dann, wenn die Tests, die
momentan in vollem Gange sind, beendet wurden.
Gregor
Schulz
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