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Audi will in Le Mans
gewinnen
Berlin, 13.
Dezember 1998
- In Silber und
Schwarz
- Aiello
komplettiert Fahrersextett
- Neuer
Partner Fondmetal
- Erster Einsatz
noch vor Le Mans?
- Sozusagen als
Weihnachtsgeschenk präsentierte Audi am
dritten Adventssonntag seinen neuen R8
erstmals einer breiteren Öffentlichkeit.
Im Berliner Velodrom hatten einige
Hundert Medienvertreter und geladene
Gäste die Gelegenheit, den Wagen
ausgiebig zu betrachten.
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- Und damit
nicht genug, denn die Ingolstädter
lüfteten noch ein paar Geheimnisse.
Nummer 1: die neue Lackierung. Der R8
wird in mattem Silber mit nicht
lackierten, also schwarzen Seiten in Le
Mans an den Start gehen.
- Geheimnis
Nummer 2: Der sechste Fahrer im Bunde,
der die Audi-Mannschaft für das
nächstjährige Abenteuer komplettiert,
ist bei weitem kein Unbekannter - Laurent
Aiello, in den letzten drei Jahren in der
deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft
für Peugeot unterwegs und 1997
Nachfolger von Emanuele Pirro als
Titelträger. Für Le Mans bringt Aiello
die besten Voraussetzungen mit, denn in
diesem Jahr gewann er am Steuer eines
Porsche GT1.

- Die
Fahrerriege für den
Langstreckenklassiker in Frankreich nimmt
sich also wie folgt aus: Neben Emanuele
Pirro starten seine beiden Landsleute
Rinaldo Capello und Michele Alboreto,
Frank Biela, Yvan Muller und Aiello.
- Auch von der
technischen Seite gibt es Neues zu
berichten: Audi arbeitet nun mit der
italienischen Firma Fondmetal von
Jean-Claude Migeot zusammen, die sich in
der Formel 1 und der ITC einen
ausgezeichneten Ruf erworben hat und
über einen der modernsten Windkanäle
mit beweglichem Boden verfügt.
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- Dort kann am
R8 effektiver weiterentwickelt werden,
als es bisher in unterschiedlichen
Windkanälen der Fall gewesen ist. Audis
Rennsportwagen bekam übrigens trotz der
großen Aufmerksamkeit, die
selbstverständlich der Aerodynamik
geschenkt wurde, eine gute Portion
Audi-typisches Design mit auf den Weg und
ist ohne Probleme als solcher zu
erkennen.
Ob der R8,
der bereits im August, also neun Monate vor der
am 2. Mai 1999 stattfindenden Vorqualifikation,
seine ersten Runden drehte, vor dem
24-Stunden-Rennen am 12. und 13. Juni einen
Renneinsatz haben wird, steht noch nicht fest.
Aber auch ohne einen solchen Einsatz wird Audi
bestens vorbereitet in Le Mans an den Start
rollen, denn über das Ziel des Engagements ließ
der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Dr.
Franz-Josef Paefgen keinen Zweifel: "Wir
wollen in Le Mans nicht nur antreten, wir wollen
gewinnen." Nach 1999 stehen dem Audi R8
freilich viele Türen offen, darunter die neu
geschaffene Petit-Le-Mans-Serie von Don Panoz in
den USA. Aber auch darüber ist noch nichts
entschieden.
Gregor
Schulz
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