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- Wenig
Neues beim Saisonabschluß
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Nürburgring, 4.
Oktober 1998
- Ein 10.
Platz im Sprint und ein 12. im Rennen
- Gedränge
im Castrol-S
- Ist Audi
auch 1999 noch dabei?
- Johnny
Cecotto STW-Champion
- Das letzte
STW-Rennen des Jahres 1998 verlief für
Emanuele Pirro und die Audi-Mannschaft
leider ebenso wenig erfolgreich wie die
gesamte Saison. Der Römer konnte nur
einen 10. Platz im Sprint und einen 12.
Platz im Rennen herausfahren. Audi hat
dank intensiver Arbeit zwar im Laufe der
Saison technisch zu den Top-Teams
aufgeschlossen, aber wie schon so oft war
das Glück nicht auf Seiten von Emanuele.
Das fing schon im Qualifying an, das bei
dichtem Nebel und fast schon winterlichen
Temperaturen ausgetragen wurde. Weil die
Strecke im Laufe der Sitzung abtrocknete,
wurden die schnellsten Zeiten natürlich
ganz am Ende gefahren. Emanuele Pirro
hatte das Pech, daß ihm bei seinem
letzten Versuch ein anderer Wagen in die
Quere kam. Er mußte sich mit einer Zeit
begnügen, die er gefahren hatte, als der
Asphalt noch etwas nasser war. Die Zeit
von 1:11,225 war er in der 33.
seiner 39 Trainingsrunden gefahren.
"Ich bin sehr enttäusch über
diesen Platz, denn ich habe mit einer
wesentlich besserer Position gerechnet.
Unser Auto ist nämlich wesentlich
besser", gab Emanuele seiner
Unzufriedenheit Ausdruck.
- "Mein
Start im Sprint war zwar nicht
phantastisch, aber ganz in Ordnung.
Leider war ich dann in der ersten Kurve
zwischen zwei anderen Wagen eingeklemmt,
und um eine Berührung zu vermeiden, habe
ich gebremst und ein paar Plätze
verloren, " kommentierte er später
den Rennverlauf. Weil einige andere
Fahrer im Verlauf der 17 Runden zurück-
oder ganz aus dem Wettkampf geworfen
wurden, lag Emanuele am Ende auf Rang 10
und hatte seine Ausgangslage für das
Hauptrennen um einen Platz verbessert. Zu
Anfang lief es dann auch gar nicht
schlecht - bis zu diesem Moment:
"Vor der Veedol-Schikane kam
plötzlich Joachim Winkelhock
unkontrolliert von hinten herangefahren,
und um nicht mit ihm zu kollidieren, bin
ich geradeaus gefahren. Bei diesem
Manöver habe ich natürlich ein paar
Positionen eingebüßt", sagte
Emanuele , der im Verlauf der folgenden
Runden erst einmal im Verkehr feststeckte
und dann eine große Lücke zu seinem vor
ihm fahrenden Teamkollegen Frank Biela
schließen konnte. "Ab Runde 20
waren meine Rundenzeiten unter den
Schnellsten. Daran sieht man, daß unser
Auto tatsächlich konkurrenzfähig
gewesen ist. Deshalb ist es um so
bedauerlicher, daß ich nicht weiter nach
vorn gekommen bin", sagte Emanuele
über die letzten 33 Runden, die er 1998
in der Supertourenwagen-Meisterschaft
gefahren ist.
Weil die
Verantwortlichen bei Audi noch keine Entscheidung
getroffen haben, ob auch im nächsten Jahr
Tourenwagensport betrieben wird, könnten dies
womöglich auch die letzten Rennkilometer im Audi
A4 für Emanuele Pirro gewesen sein. Auf die
Frage, ob er gerne in der STW weiterfahren
möchte, beantwortet er ganz klar mit
"Ja". Und weiter: "Es war eine
schwierige Saison mit nur einem einzigen
Highlight: dem zweiten Platz auf dem
Salzburgring. Aber wir haben hart gearbeitet und
sind der Konkurrenz sehr nahe gekommen."
Technisch wären die Weichen also gestellt.
Deutscher
Supertourenwagen-Meister wurde übrigens
BMW-Pilot Johnny Cecotto, der sich in einem
Herzschlagfinale gegen seinen Kontrahenten und
Titelverteidiger Laurent Aiello durchsetzen
konnte. Dem Venezolaner reichte ein vierter Platz
im Sprint, um sich den Titel mit drei Punkten
Vorsprung zu sichern.
Gregor
Schulz
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