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- Ohne
Sprit in den Alpen
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- Linthal, 27.
September 1998
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- Im Auto Union am
Berg
- Ein zu kleiner
Tank
- Zustände wie
einst
- Hätte es in 13
Minuten geklappt?
- Am letzten
Septemberwochenende hatte Emanuele Pirro
einmal mehr die Gelegenheit, einen
historischen Auto Union Rennwagen aus dem
Ingolstädter Museumsfundus zu bewegen.
Der Ort des Geschehens war das
historische Bergrennen auf dem
Klausenpaß in der Schweiz.

- Zum zweiten
Mal nach 1993 fand auf der Paßstraße,
die die Kantone Glarus und Uri verbindet,
in Erinnerung an die legendären Rennen
der 20er und 30er Jahre, ein Revival für
klassische Rennwagen und Motorräder
statt.
- Start war in
Linthal auf einer Höhe von 662 m über
NN, und, nachdem man 21,5 km
zurückgelegt und 1286 m
Höhenunterschied überwunden hatte, sah
man die Zielflagge.
Emanuele
Pirro war der Anblick der karierten Flagge leider
nicht vergönnt, denn der Tank seines Auto Union
faßte nicht genug Benzin, um den höchsten Punkt
des Passes zu erreichen.

Den Bergrennwagen
hat man in Ingolstadt nämlich so belassen, wie
er war, d.h. mit dem Tank aus 1939, der für eine
Distanz von über 20 km zu klein war. Daß er
nach zwei Dritteln der Strecke stehen blieb, tat
dem Spaß, den Emanuele bei der Sache hatte,
natürlich keinen Abbruch. Er freut sich immer,
wenn er einen historischen Rennwagen bewegen
kann.
- Diesmal war
ihm allerdings schon etwas mulmig zumute:
"Das war mein erstes, richtiges
Bergrennen und das erste Mal, daß ich
mit einem historischen Wagen auf einer
historischen Strecke gefahren bin.
Bislang war wenigstens die Strecke
modern.
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- Jetzt habe
ich erstmals einen Eindruck davon
bekommen, unter welchen Bedingungen die
Piloten früher gefahren sind - aber
einen großen Unterschied gibt es
trotzdem: Wir sind heute auf Asphalt
gefahren, während der Straßenbelag
damals aus Schotter war."
Weil
Emanuele um seines zu kleinen Benzinvorrats
wußte, kam er gar nicht in Versuchung, den seit
1934 bestehenden Streckenrekord von Rudolf
Caracciola von 15:22,2 - seinerzeit aufgestellt
mit einem Mercedes W 25 - zu brechen. Dem
Engländer Julian Majzub gelang es mit einem
Bugatti 35 B, in 13:49,1 den Klausenpaß zu
erklimmen. Emanuele, der natürlich selbst die
Zeit gestoppt hatte, konnte über seine
Gesamtzeit nur mutmaßen: " Ich glaube, ich
hätte es unter 13 Minuten geschafft."
Gregor
Schulz
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