Return, Menue  PS Gefluester

 
Ein durchwachsenes Wochenende
 

Lahr, 19. Juli 1998

 
Setup-Schwierigkeiten
Kaputtes Differential im Sprint
Glanzleistung der Mechaniker
 

Das Rennwochenende in Lahr fing für Emanuele Pirro nicht sonderlich erfolgreich an. Er war 14. Und konnte am Samstag, als es um die Startposition ging, ebenfalls nicht brillieren: Startplatz 16 für den Römer.

Verdrehte Welt: In Wirklichkeit ist der Flugplatzkurs topfeben.

Der Grund für das schlechte Abschneiden war ein zu hartes Setup, das Emanuele zwar generell bevorzugt, für den welligen Flugplatzkurs im Schwarzwald aber nicht gerade ideal war.

Vor dem Computer hatte Emanuele Pirro Grund zur Freude. Der Audi A4 lief zufriedenstellend.

Bis zum Sonntag wurde der Audi A4 komplett auf das weichere Setup von Teamkollege Frank Biela umgerüstet. Und schon lief es besser: 6. Platz im Warm-up.

Im Sprint konnte sich Emanuele schnell um ein paar Plätze nach vorn arbeiten und bildete schon nach wenigen Runden das Ende einer Audi-Kette Biela (9.) - Abt (10.) - Pirro (11.).

Der Arbeitsplatz im Audi A4: Seit dem Norisring hat Emanuele Pirro übrigens einen neuen Helm.

Leider hatte Emanuele mit zwei Problemen zu kämpfen: Wegen eines Elektronikdefekts mußte er während des Schaltens immer Gas wegnehmen, was wertvolle Zeit kostete. Außerdem ging gegen Sprintende das Differential kaputt und er hatte Glück, daß er noch auf dem 13. Platz das Ziel erreichte.

In der 10minütigen Reparaturpause zwischen Sprint und Rennen vollbrachten die Mechaniker eine wahre Glanzleistung, denn sie wechselten das Differential innerhalb dieser Zeit - aber nicht ganz, denn weil die Reparatur 10 Minuten und 30 Sekunden in Anspruch nahm, mußte Emanuele Pirro aus der Boxengasse starten.
 
Im Rennen von Lahr startete Emanuele Pirro eine Aufholjagd aus der Boxengasse.
 
Sogar das Safety-Car war noch vor ihm. Trotz dieser unangenehmen Ausgangslage gab er alles und arbeitete sich innerhalb des 30 Runden währenden Rennens bis auf Platz 8 vor. Er profitiert natürlich von dem einen oder anderen Ausfall, aber in erster Linie überholte er seine Konkurrenten; darunter den Titelverteidiger Laurent Aiello, der in Lahr mit Problemen zu kämpfen hatte.
"Es ist doch noch ein tolles Rennen geworden," freute sich Emanuele Pirro später, "ganz besonders für die Mechaniker hat mich dieses Ergebnis gefreut. Dabei bin ich sogar noch aufgehalten worden, von Autos, die eine halbe Sekunde langsamer waren als ich."
Als nächstes steht in der STW wieder ein Flugplatzkurs auf dem Programm, von dem sich Emanuele ein paar Vorteile verspricht.

Gregor Schulz

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