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- Go
West!
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- Le Mans, 2.
Juni 1998
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- Emanuele Pirro
startet in Le Mans
- Erinnerungen an
1981
- STW in Le Mans
- Für Emanuele
kam alles etwas überraschend, denn
eigentlich war er schon auf seine
sechswöchige STW-Rennpause eingestellt:
Am 6./7. Juni startet er bei einem der
großen Renn-Klassiker schlechthin, dem
24 Stunden Rennen von Le Mans - freilich
ein Angebot, das man nicht einfach
abschlagen kann.
- Das Rennen,
das seit 1923 vom Automobile Club de
L'Ouest, dem Automobilclub des
(französischen) Westens, ausgetragen
wird, hat für Motorsportfans und Fahrer
eine Faszination, wie sie - wenn
überhaupt - allenfalls noch der Monaco
Grand Prix erreicht.
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- Sein Auto
wird ein McLaren F1 GTR LM sein, das
Siegerauto des Vorjahres in der
GT1-Kategorie, das 1997 außerdem den 3.
Gesamtplatz belegte. Gemeldet ist der
schwarze Bolide vom Gulf Team Davidoff
und betreut wird er vom britischen Team
GTC.
- Emanuele
fährt die 24 Stunden zusammen mit
Rinaldo Capello, der in der italienischen
Tourenwagen-Meisterschaft ebenfalls mit
einem Audi A4 unterwegs ist, und Dr.
Thomas Bscher, dem Besitzer des Autos.
Emanueles Platz sollte eigentlich von
seinem STW-Teamkollegen Frank Biela
eingenommen werden, doch der ist leider
verhindert und Emanuele erklärte sich
gerne bereit, das Steuer zu übernehmen.
- Ganz frei von
Bedenken ist der Römer allerdings nicht,
wenn er an den 24-Stunden-Marathon denkt:
1981, am Anfang seiner Rennkarriere,
startete er nämlich schon einmal auf dem
rund 13 Kilometer langen
Hochgeschwindigkeitskurs.
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- Damals fuhr
er zusammen mit seinen Landsleuten Bebbe
Gabbiani und Ricardo Patrese einen Lancia
Beta Monte Carlo. Das der Einsatz der
Italiener in einem Unfall endete, war
nicht das Tragische an der Sache:
Vielmehr prägte vor 17 Jahren den
jugendlichen Emanuele ein anderer Unfall
mit Todesfolge, dessen Zeuge er wurde.
In Le Mans
wird Emanuele Pirro auf ein paar gute Bekannte
treffen: Nicht weniger als sieben weitere Fahrer
aus der STW-Meisterschaft treten in Le Mans
gegen- oder miteinander an: Uwe Alzen und Laurent
Aiello, die sich in ihren Supertourenwagen von
Opel und Peugeot bekanntlich nichts schenken,
sind in Le Mans im Werksteam von Porsche vereint.
Für Johnny Cecotto und "Jockel"
Winkelhock ist es zwar nichts Neues, Teamkollegen
zu sein, wohl aber die Erfahrung, im selben Auto,
einem BMW V12 Le Mans LMP, unterwegs zu sein. Zu
ihnen gesellt sich Honda-Pilot und Le
Mans-Vorjahressieger Tom Kristensen, der für ein
Wochenende die Marke wechselt. Michael Krumm
bleibt seinem Arbeitgeber treu und fährt einen
Nissan R390 GT1, während Eric Hélary seinen
Opel gegen einen Toyota GT-One tauscht.
Gregor
Schulz
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