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- Crash
as crash can
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- Sachsenring,
24. Mai 1998
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- Zweimal
Opel-Kontakt
- Profiteur
des Startgetümmels
- BMW
verdrängt Audi von Platz 1 der
Bestenliste
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- Und dabei
hätte alles so schön sein können: Zum
ersten Mal in dieser Saison sah es so
aus, als ob Emanuele Pirro aufs Podium
fahren könnte, doch am Ende waren ein
17. Platz und ein Ausfall die magere
Bilanz des dritten Saisonrennens auf dem
Sachsenring.
- Der Audi A4
lief - wie sich bereits im Training
gezeigt hatte - weitaus besser als in den
ersten beiden Saisonrennen. Während des
Starts zum Sprint und der ersten
Kilometer hatte sich Emanuele vom siebten
Startplatz aus auf die vierte Position
katapultiert. Zu Beginn der vierten Runde
passierte es: In der Coca-Cola-Kurve,
einer 180-Grad-Rechtskurve, die der
Start-und-Ziel-Geraden folgt, wollte
Emanuele Pirro innen am bis dato
drittplazierten Manuel Reuter
vorbeigehen. Leider war sein
Überholversuch etwas zu optimistisch,
und er fuhr in die Seite von Reuters Opel
Vectra, und beide strandeten im Kies.
Emanuele nahm die Schuld voll auf sich:
"Das war noch nicht der richtige
Moment zum Überholen. Als wir beide die
Kurve anbremsten, glaubte ich eine Lücke
zu sehen, die aber keine war. Also habe
ich instinktiv versucht, vorbeizugehen.
Wenn ich noch etwas gewartet hätte,
hätte ich Manuel Reuter bestimmt
überholen können, denn daß ich
schneller war als der Opel, hatte ich
schon auf den vorigen Kilometern
gemerkt", kommentierte der Römer
seinen mißlungenen Angriff.

- Passend zum
Schuldeingeständnis entschuldigte er
sich auch sofort bei Manuel Reuter: Kaum
steckten die Autos im Kies, war Emanuele
raus aus dem Sitz und bat Reuter durchs
Fenster hindurch um Verzeihung. Emanuele:
"Dann habe ich noch etwas Kies vor
seinem Auto weggemacht, damit er schnell
weiterfahren konnte. Als mich die
Streckenposten wieder auf die Strecke
geschoben hatten, bin ich gleich an die
Box, um das Auto nachschauen zu lassen.
Wenn etwas zu Bruch gegangen gewesen
wäre, hätten wir es instand setzen
können, wozu die Reparaturpause zwischen
Sprint und Rennen meistens zu kurz ist.
Aber es war alles in Ordnung und ich
reihte mich wieder ein." So wurde
Emanuele Pirro noch 17.
- Sekunden,
nachdem die Startampel zum Hauptrennen
auf Grün geschaltet hatte und die 22
Starter in Richtung der ersten Kurve
davonjagten, herrschte Chaos, ausgelöst
von Tom Kristensen, der mit seinem Honda
den Nissan von Michael Krumm herumgedreht
hatte: Nahezu das gesamte Mittelfeld
wurde durcheinandergewürfelt, und die
Frage war, wer den besten Weg durch das
Getümmel gefunden hatte. Einer
derjenigen, denen dies gelungen war, war
Emanuele Pirro, der nach der ersten Runde
an 10. Stelle lag. Doch dabei blieb es:
Aus Runde Nummer 2 kehrte er nicht
zurück.
- Wie im Sprint
hatte es eine Kollision mit einem Opel
gegeben, allerdings mit der umgekehrten
Rollenverteilung als im Sprint.
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- Diesmal war
es Uwe Alzen, der Emanuele Pirros Audi A4
in der Queckenberg Kurve (einer
90-Grad-Linkskurve) innen mit seinem Opel
Vectra überholen wollte und in ihn
hineinfuhr. Beide landeten im Kiesbett,
und das Rennen war gelaufen.
- Uwe Alzen war
sich seiner Schuld bewußt und gestand
ein, mit etwas zuviel Optimismus
vorgegangen zu sein. Und Emanuele Pirro,
der unmittelbar nach dem Crash etwas
ungehalten gewesen war, akzeptieren Uwe
Alzens Entschuldigung.
- Johnny
Cecotto, der bereits auf dem Nürburgring
das Rennen für sich entscheiden konnte,
feierte vor den 78.000 Zuschauern, die
sich rund um den Sachsenring eingefunden
hatten, einen überlegenen Doppelerfolg.
Doch damit nicht genug, denn auf dem
Podium wurde der Venezolaner von seinen
Markenkollegen Joachim Winkelhock (2.
Platz) und Christian Menzel (3. Platz)
gesäumt.
- Mit diesem
BMW-Erfolg verdrängte der eine bayrische
Hersteller den anderen - nämlich Audi -
von Platz 1 der ewigen Bestenliste. Zu
Saisonbeginn hatten die Ingolstädter mit
14 Siegen noch vorne gelegen (acht
herausgefahren von Emanuele Pirro), jetzt
haben sie einen Erfolg weniger auf dem
Konto als BMW.
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- Damit sich
daran wieder etwas ändert, wird in der
nun anstehenden, sechswöchigen Rennpause
fleißig gearbeitet. Emanuele jedenfalls
ist voll motiviert: "Wir haben
gesehen, daß wir Fortschritte gemacht
haben. Das Auto lief gut und ich kann
wieder voller Erwartung in Richtung der
nächsten Rennen schauen." Während
der (Früh-) Sommerpause stehen u.a.
Tests in Frankreich auf dem Programm.
Gregor
Schulz
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