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- Happy
mit fünftem Startplatz
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- Hockenheim,
18. April 1998
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- Fünfter Startplatz
- Keine 100 Prozent
- Zum Thema
Heizdecken
Mit dem
Ergebnis des Qualifyings kann Emanuele Pirro
zufrieden sein: Er war die fünftschnellste Zeit
gefahren (1:04,433), die nur ganze 0,403 Sekunden
über der von Laurent Aiello (1:04,003) liegt.
Der Franzose stellte seinen Peugeot erneut auf
die Pole Position; es ist seine zehnte.
Trotz Startplatz 5
hat das Zeittraining für Emanuele einen leicht
bitteren Beigeschmack: Es hätte noch etwas
besser laufen können. Im 2. Freien Training am
Morgen hatte es noch nicht ganz so gut
ausgesehen: Emanuele wurde nur an zehnter Stelle
geführt. Trotzdem betrug sein Rückstand auf die
Spitze nur 0,506 Sekunden, denn die direkten
Verfolger des Führungsduos Aiello/ Van Ommen
(beide Peugeot) trennten untereinander jeweils
nur wenige 1/100 Sekunden.
Zweiter war
übrigens Uwe Alzen (1:04,125), dessen
Teamkollege Manuel Reuter (1:04,399) sich im
zweiten der vier Werks-Opel die zweite Startreihe
mit Winkelhock teilte. An seine gute Vorstellung
der freien Trainings nicht anknüpfen konnte Eric
Hélary, der wegen technischer Probleme nur 21.
(und Drittletzter) wurde.
Aber
abgerechnet wird (jedenfalls für den Samstag)
erst nach dem Zeittraining. Als das von
Renndirektor Roland Brunseraede freigegeben
wurde, fuhren nahezu alle Autos sofort auf die
Strecke. Den Grund dafür verdeutlichte ein Blick
zum Himmel: Dunkle Wolken waren herangezogen und
hatten die Sonne, die noch am Vormittag über dem
Motodrom geschienen hatte, verdunkelt. Aber wie
schon während der 1. Freien Trainings am Freitag
ließ der Regen auf sich warten, bis die
Supertourenwagen wieder in ihren Boxen
verschwunden waren. Es blieb trocken.
Emanuele fuhr
zuerst mit harten Reifen hinaus, um ein paar
Orientierungsrunden zu drehen. Dann kam er an die
Box, um weichere Reifen montieren zu lassen und
seine schnellste Runde in Angriff zu nehmen.
Leider lief dann nicht alles wie geplant.
Emanuele kommentiert: "Hier in Hockenheim
kann man mit den weichen Reifen nur eine wirklich
schnelle Runde fahren. Als ich gerade dabei war,
sah ich gelbe Flaggen, weil sich jemand hinaus
gedreht hatte. Also ging ich vom Gas und kam an
die Box." Dort wurden sofort Heizdecken um
die Michelin Pneus gelegt, um noch einen weiteren
Anlauf möglich zu machen. Als Emanuele wieder
auf die Strecke ging, war er auf seiner
Ersatzrunden nur wenig schneller als während der
besten der zuvor auf harten Reifen gefahrenen
Runden. Weil die Reifen nur noch über 95 % ihres
Potentials verfügten , konnte Emanuele nicht zu
100 % zufrieden sein. "Es ist immer
enttäuschend, wenn man eine Verbesserung nicht
ausschöpfen kann", sagte der als
Perfektionist bekannte Wahl-Monegasse später:
"Aber ich bin natürlich sehr zufrieden mit
meiner Startposition, die ich, um ehrlich zu
sein, vor diesem Wochenende nicht erwartet
hätte." Emanueles Erwartung entspricht
dagegen die Pole Position von Laurent Aiello,
auch die starke Vorstellung von
"Jockel" Winkelhock im BMW (3.
Startplatz, 1:04,211) überrascht ihn nicht.
Ein Wort zum
Thema Heizdecken: Das Aufwärmen der Reifen ist
1998 erstmals im deutschen STW- Championat
gestattet. Vorher hatte man aus Kostengründen
darauf verzichtet.
Emanuele findet es
gut: "Besonders mit einem Fronttriebler ist
es sehr schwer, die Hinterreifen auf Temperatur
zu bringen, und die Gefahr eines Drehers in den
ersten Runden war bisher groß. Aber nicht nur
aus Sicherheitsgründen begrüße ich, daß es
nun auch hier Heizdecken gibt" Deren
Verwendung ist in der Startaufstellung übrigens
nur ohne Stromversorgung erlaubt. Richtig
geheizt werden darf also nur dann, wenn das
Auto in der Box ist.
Und mit welchen
Erwartungen blickt Emanuele Pirro auf den
morgendlichen Renntag? "Ich hoffe auf Platz
3", sagt er und kann sich ein verschmitztes
Grinsen nicht verkneifen.
Gregor
Schulz
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