Sieben
Plätze vorwärts
Pirro
macht die meisten Plätze gut
Salzburgring, 24.
August 1997
- Besser und
besser
Bescheiden
im Sprint: Platz 13
Dicht dran
am Teamkollegen
Techtelmechtel
mit Marco Werner
Neuer
Vierter in der Meisterschaft
"Ich
bin wirklich happy über den Verlauf des Rennens,
denn es lief immer besser, und ich habe wieder
einiges dazugelernt und das Auto besser
verstanden", freute sich Emanuele Pirro nach
seinem siebten Platz im Rennen. Dabei waren die
Ausgangsbedingungen ja alles andere als rosig
gewesen, denn der 14. Startplatz nach einer
mißlungenen Qualifyingrunde war wenig
berauschend.
Daran
änderte sich auch im Sprint nicht viel, den
Emanuele als 13. beendete. "Ich steckte im
Verkehr fest und hatte keine Möglichkeiten zu
überholen", erläuterte Emanuele später
seine eher bescheidene Leistung im 12 Runden
dauernden Heat 1 des einzigen STW-Laufs auf
österreichischem Boden.
Seine Stunde
schlug im Rennen. Beim Start ging er wie gewohnt
in den Leerraum, um zu versuchen, einige Plätze
gutzumachen, was ohne den Traktionsvorteil des
Quattro natürlich nicht mehr so leicht fällt
wie bisher.
In den ersten
Runden des Rennens hielt er sich gemäß seiner
Taktik dann auch etwas zurück. "Ich wollte
meine Reifen schonen, um zum Ende des Rennens
noch Reserven zu haben."
Der
Plan gelang, denn nach und nach arbeitete er sich
durch das ganze Feld. Insgesamt überholte er
fünf seiner Konkurrenten, vier davon in der
Haarnadelkurve, die nach einem Alpengipfel in
näherer Umgebung Nocksteinkurve heißt. Einen
weiteren Überholvorgang führte er in der
schnellen Fahrerlagerkurve durch. Außerdem
profitierte er von zwei Ausfällen.
Zwei ganz
besondere Erlebnisse hatte Emanuele mit den
beiden Honda-Fahrern: Zuerst beging Altfrid Heger
genau vor ihm einen Fahrfehler, indem der Essener
eingangs der Start-und-Ziel-Geraden über die
Kerps hinaus kam und sich von rechts nach links
über die Fahrbahn hinaus drehte.
Die
zweite denkwürdige Situation ereignete sich in
der Nocksteinkurve: Marco Werner, den Emanuele
zwei Runden vorher an eben dieser Stelle
überholt hatte, versuchte wieder am Italiener
vorbeizugehen. Doch das Manöver mißlang, denn
Werner, der in der Rechtskurve außen vorbei
wollte, verbremste sich und zog zu weit wieder
nach innen. Eine leichte Berührung mit Emanuele
Pirros Audi war nicht zu vermeiden, doch der ging
schadlos aus der Aktion hervor, während sich
Werner drehte.
Zuletzt
überholte Emanuele Christian Menzel im BMW des
Isert-Teams, um das Rennen auf Platz 7, nur etwas
mehr als eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen
Yvan Muller im zweiten (und neueren) Audi-Front,
zu beenden. Der war vom vierten Startplatz aus in
den Sprint und vom sechsten ins Rennen gegangen.
Sieger in Sprint
und Rennen wurde, wie eigentlich nicht anders zu
erwarten, Laurent Aiello im Peugeot. Mit dem
hatte allerdings BMW-Pilot und
Meisterschaftszweiter Joachim Winkelhock
zeitweise ein Katz-und-Maus-Spiel gespielt, daß
der Schwabe dominierte, am Ende aber vom
Franzosen gewonnen wurde.
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Photo
Motorsport-Bild-Agentur
Der Salzburgring ist
reifenmordend. Während der Testfahrten
in den Wochen zuvor, kam es immer wieder
zu Reifenplatzern.
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Genauso
"happy" wie er über das Rennergebnis
und die Fortschritte mit dem Frontantriebler ist,
kann Emanuele Pirro auch über seinen Aufstieg in
der Meisterschaft sein, denn dort verbesserte er
sich um einen Platz von 5 auf 4. Einziges
Problem: Vom neuen Fünften, Jörg van Ommen im
Peugeot, trennt ihn gerade 1 Punkt (305 zu 304).
Aber was heißt das schon?
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