Return, Menue  PS Gefluester

Pirro Premiere mit Fronttriebler -

1,644 Sekunden Abstand auf Aiello

 

Salzburg, 23. August 1997

 

Mit dem Auto zufrieden
Windschattenspiele und Enttäuschung über Startplatz 14
Überholen schwierig

Anders als es seine schlechte Startposition vermuten läßt, ist Emanuele Pirro nicht völlig enttäuscht von den Vorgängen auf dem Salzburgring.

"Es lief immer besser und besser und ich habe einen deutlichen Fortschritt gespürt", freute sich Emanuele, der im Verlauf der freien Trainings seine Zeiten mit dem Front-Audi um einiges verbessern konnte. Aus einer 1:20,613 am Freitag war eine 1:19,819 geworden, die zeigte, daß der Italiener immer besser mit dem zweiradgetriebenen Wagen zurecht kam, den er an diesem Wochenende ja zum ersten Mal im ernsten Einsatz bewegt.

"Wie man mit dem Front-Auto das richtige Setup wählt, muß ich erst lernen. Ich bevorzuge ja ein untersteuerndes Auto und muß versuchen, dies mit dem Auto in Einklang zu bringen."

Daß es im Zeittraining am Samstagnachmittag dann doch nicht so richtig lief lag daran, daß dem Italiener keine gute Qualifying-Runde gelungen ist. Denn auf dem reifenmordenden Salzburgring standen nur Reifen für eine wirklich schnelle Runde zur Verfügung, und in der hat es nicht so gepaßt, wie es sollte.

Die Taktik von Audi sah vor, daß sich die Fahrer (und Fahrerinnen) gegenseitig Windschatten spendieren, um sich so zu schnellen Runden zu ziehen. Die Rechnung wäre auch fast aufgegangen, denn was im Falle Yvan Mullers noch perfekt funktioniert hatte, als ihn Emanuele zum vierten Startplatz zog, mißlang in der umgekehrten Konstellation: Als der Franzose vorneweg fuhr und Emanuele hinterher, kam nicht mehr als ein 1:19,880 heraus, gut sieben Zehntel langsamer als die Zeit seines Teamkollegen (1:19,113).

"Über diese Runde bin ich sehr enttäuscht. Irgend etwas hat nicht gestimmt. Was es war, werden wir nun herausfinden müssen" ließ der Römer seinem Unmut freien Lauf.

Was morgen im Rennen dabei herauskommen wird, bleibt abzuwarten. Vom Potential seines Autos her ist Emanuele zuversichtlich, doch kann ihn der 14. Startplatz nicht gerade dazu verleiten, sehr optimistisch zu sein. "Die einzige Möglichkeit, hier zu überholen, ist auf den Geraden", aber ob mein Audi dazu die nötigen Kraftreserven hat, bleibt abzuwarten.

In einem Punkt jedenfalls war sich Emanuele ganz sicher, nämlich darin, daß er mit dem Quattro auf keinen Fall schneller gewesen wäre. Schon gar nicht schneller als Pole-Mann Laurent Aiello (1:18,236), den er vor zwei Wochen in Zweibrücken noch ganz locker bei der Abschiedsvorstellung des Quattro hatte ausbremsen können.

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