Aus
4 mach 2
ab
Salzburgring fährt Pirro den Fronttriebler
Salzburgring, 21.
August 1997
Endlich mit
Frontantrieb
Zweibrücken-Sieg
etwas ganz besonderes
16 Zylinder statt deren 4
Was schon
seit Wochen feststand, ist jetzt offizell: Ab dem
Rennen auf dem Salzburgring wird Emanuele Pirro
im Audi A4 mit nur zwei angetriebenen Rädern an
den Start gehen. Die zufriedenstellenden
Ergebnisse, die man bei Tests während der
vierwöchigen Sommerpause erzielt hatte, waren so
vielversprechend, dass man sich in Ingolstadt
schon vor einiger Zeit entschlossen hatte, seinen
Fahrer Nummer 1 ab dem österreichischen
High-Speed-Kurs mit dem leichteren Audi-Front ins
Rennen zu schicken.
Da Emanuele
in Zweibrücken bereits wusste, dass er dem
Quattro Lebewohl sagen würde, war der Sieg dort
zusätzlich zum sportlichen Erfolg etwas ganz
besonderes gewesen: Es war der krönende
Abschluss einer Ära (schliesslich waren Audi und
Quattro im Motorsport untrennbar) und der
Abschied von einem guten Freund, denn alle seine
drei Tourenwagen-Titel hatte der Römer auf einem
Audi A4 Quattro geholt.
Neben den
noch ausstehenden drei STW-Rennen wird Emanuele
Pirro ein weiteres Mal in diesem Jahr an den
Start gehen, wenn auch mit einem etwas anderen
Arbeitsgerät: Im Rahmen der Eifel-Klassik, einer
Oldtimer-Rennveranstaltung auf dem Nürburgring,
wird er einen Auto Union Bergrennwagen aus dem Jahr 1939 fahren.
Der Silberpfeil,
der zum Museumsfundus der Ingoldstädter gehört,
hat gut doppelt soviel PS wie ein STW-Auto und
seine Höchstgeschwindigkeit liegt, je nach
Übersetzung, bei jenseits der 300km/h.
Der erklärte
Oldtimer-Fan Pirro freut sich schon riesig auf
seinen Ritt auf der Kanonenkugel, vor allem auch,
weil sein grosses Idol Tazio Nuvolari damals
Grand Prix-Rennen mit einem sehr ähnlichen Wagen
fuhr.
Für alle, die
dies interessiert: Die Eifel-Klassik findet am
19. bis 21. September auf dem Nürburgring statt
und der Auto Union Bergrennwagen wird bestimmt
nicht der einzige Silberpfeil am Start sein.
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