Return, Menue  PS Gefluester

Mal Pech gehabt - 19. im Sprint nach Schubser von Reuter

Lahr, 7. September 1997

Start-Konfusion
Opel von hinten
Platz 19 im Sprint und 11. im Rennen
Vertagte Entscheidung und Hochzeit in Rom

Der Start zum Regio Ring Preis in Lahr im Schwarzwald gestaltete sich etwas schwierig: Die Startampel streikte und schaltete ohne Rot auf Grün. Konfusion war die Folge, und die Rote Flagge wurde von Renndirektor Ali Schatz binnen Sekunden gezeigt.

Beim zweiten Mal lief alles besser: Die Ampel funktionierte und schickte das Feld auf die wegen des Rennabbruchs von 15 auf 12 Runden verkürzte Reise. (Vor dem Neustart hatten nochmals zwei Einführungsrunden stattgefunden.)

 

 

 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Während des Zeittrainings bleibt der Fahrer im Auto sitzen, wenn daran gearbeitet wird.

 

Emanuele Pirro hatte einen gewohnt guten Start erwischt, was in Lahr nicht ganz einfach ist: "Die Start-und-Ziel-Gerade fällt hier etwas von links nach rechts ab. Wenn beim Start die Räder durchdrehen kann es sein, daß es dich nach rechts versetzt."

Nach zwei Drittel der ersten Runde fand Emanuele sich "irgendwo um Platz 7 herum" wieder, doch dann passierte es : In der Haarnadelkurve bei der Boxeneinfahrt berührte der hinter ihm fahrende Manuel Reuter mit seinem Opel Vectra Emanueles Audi A4 und drehte ihn herum. Der Römer mußte an diesem ungünstigen Platz nun das ganze Feld vorbeilassen, und konnte erst dann als Letzter seine Fahrt fortsetzen.

 

 

 

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Folge eines Schubsers von Manuel Reuter

 

Durch die Karambolage hatte der Audi ein paar Blessuren davongetragen: Am markantesten war die hintere Stoßstange, die nur noch von einer Schraube gehalten wurde. Daß Emanuele nicht per Schwarz-Oranger-Flagge an die Box gerufen wurde, verdankt er einer erst kürzlich vorgenommenen Regeländerung: Weil sich derartiges in diesem Jahr schon zu oft ereignet hatte, war die Regel, ein Auto bei Beschädigung aus dem Rennen zu nehmen, in diesem speziellen Falle entschärft worden. Man wollte von Seiten der Rennleitung nicht noch mehr Einfluß als nötig auf den Rennverlauf nehmen, und die Gefährdung durch eine leichte Stoßstange hält sich in Grenzen.

Im Verlauf der verbliebenen Runden konnte Emanuele natürlich noch einige Konkurrenten überholen und profitierte außerdem von ein paar Ausfällen. Am Ende wurde er 19.. Es gewann Johnny Cecotto vor Laurent Aiello und Uwe Alzen.

Wegen des Startplatzes machte er sich für das Rennen natürlich keine allzu großen Hoffnungen, und das, was er erwartet hatte, traf auch ein. Nach zwei Runden lag er an der 14. Position, wurde aber schon bald von Roland Asch im Nissan überholt. Dessen Geschwindigkeit konnte er nicht mithalten und fiel einige Wagenlängen zurück: "Ich hatte ein Problem mit meinen Reifen. Viel mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen. Unter den gegebenen Umständen war einfach nicht mehr möglich."

 

 

 

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Emanuele Pirro in Front?

 

Gegen Rennende wurde dann ein Teil des vorderen Feldes eliminiert und so machte Emanuele dann doch noch einen Sprung nach vorn und verpaßte die Top Ten nur knapp. Unter den Ausgefallenen war auch Tabellenführer Laurent Aiello, dessen Peugeot Opfer eines Motorschadens geworden war.

Weil im Gegenzug dazu sein einziger Titelkontrahent Joachim Winkelhock gewann, vertagt sich die Entscheidung darüber, wer Emanuele Pirros Nachfolger auf dem STW-Thron wird, bis zum letzten Rennen auf dem Nürburgring.

Die vier Wochen Rennpause leitete Emanuele erst einmal hektisch ein, denn kaum war er aus dem Auto, mußte er auch schon nach Frankfurt zum Flughafen, um noch die 17.00 Maschine der Alitalia nach Rom zu erwischen. Grund der Eile: Sein Bruder Raimondo heiratete zwei Stunden später. Besondere Anlässe erfordern besondere Maßnahmen.

 

 

 

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Konzentration

 

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PS- Geflüster