Neuland
für alle
Lahr, 6. September
1997
- 10. Platz im
Training
Erst naß, dann
trocken
Als sich die
Akteure des ADAC-STW-Cups 1997 am Regio-Ring in
Lahr einfanden, wußten nur die wenigsten, was
sie hier erwartet, denn der Flugplatzkurs am
Fuße des Schwarzwaldes stand zum ersten Mal auf
dem Terminplan der deutschen Nummer-1-Rennserie.
Für Emanuele
Pirro stellt sich der erst im letzten Jahr
eröffnete Kurs auf einem ehemaligen Stützpunkt
der kanadischen Streitkräfte nicht wie ein
klassischer Flugplatzkurs dar: "Es fehlen
die typischen 90-Grad-Kurven. Hier hat man sich
Mühe gegeben, interessante Kurven zu
gestalten."
In einem Punkt sei
Lahr jedoch eine typische Flugplatzrennstrecke,
denn "es gibt sehr unterschiedlichen
Streckenbelag."
Nachdem er in den
freien Trainings, einschließlich eines
zusätzlichen am Donnerstag, um Platz 10 herum
gefahren war, war Emanuele für das Qualifying am
Samstag nicht besonders optimistisch, aber auch
nicht betrübt. Seine Laune verdunkeln konnten
nur die dunklen Wolken, die sich unmittelbar vor
Beginn des Qualifyings über dem Regio Ring
ausließen und für die einzige Dusche am sonst
sonnigen Wochenende sorgten.
Wie alle im
"Wet Practice", ging auch Emanuele
zuerst auf Regenreifen auf die Strecke. Als der
Belag zunehmend trockener wurde, wechselte er
zuerst auf Intermediates und dann auf Sliks.
Nachdem er ein paar Runden mit Rennreifen
gefahren hatte und dann nochmals an die Box
gekommen war, um Qualifying-Reifen aufziehen zu
lassen, stellte sich ein kleines Problem mit den
Bremsen ein, so daß am Ende nur der 10.
Startplatz herauskam (1:20,105). Nicht schlecht,
aber bei weitem auch kein Spitzenplatz, schon gar
nicht für den Front-Audi, denn Emanuele hier zum
zweiten Mal fährt.
Teamkollege Yvan
Muller stellte seinen Frontantriebler auf Platz 5
(1:19,830), doch der hat an diesem Wochenende bei
seinem Heimspiel am Rande des Elsaß einen
kleinen Vorteil: Versuchsweise fährt er auf
Michelin-Reifen anstatt der Dunlop-Pneus. Die
Pole-Position holte sich Johnny Cecotto im BMW
(1:19,106) vor Laurent Aiello. Joachim
Winkelhock, der dem französischen Peugeot als
einziger im Titelkampf noch gefährlich werden
könnte, qualifizierte seinen BMW für den Platz
vor Emanuele:
Rang 9.
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