Return, Menue  PS Gefluester

Erster Podiumsplatz in '97 unter unglücklichen Umständen

Nürnberg, 29. Juni 1997

Erstmals 1997 auf dem Podest

Guter Start zum Sprint - Als 3. in die erste Kurve

Einen Startplatz schlechter ins Rennen

Startgewinner

2. Platz wäre möglich gewesen

Rechenexempel: Platz 2 oder 3?

Zum ersten Mal in dieser Saison konnte Emanuele Pirro ein Rennen auf dem Podium beenden. Doch die Umstände seines 3. Platzes waren nicht besonders glücklich, denn wegen eines schweren Unfalls des Opel-Piloten Alexander Burgstaller war das Hauptrennen zwischenzeitlich unterbrochen. Obwohl es wegen umständlicher Bergungsmaßnahmen zuerst schlimm aussah, erlitt Burgstaller keine schweren Verletzungen.

 

 
 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Fast wär es ein zweiter Platz geworden

 

Gestartet war Emanuele wie gewohnt gut, reihte sich als Dritter hinter Joachim Winkelhock und Pole-Mann Aiello ein. Am Trainingsdritten Jörg van Ommen hatte sich der Römer vorbeigesetzt.

Doch den Platz konnte er nicht lange halten, denn der Peugeot-Fahrer setzte sich schon nach wenigen Kilometern wieder an seine Trainingsposition. "Unsere Reifen sind bei niedrigeren Temperaturen immer noch nicht so gut", kommentierte Emanuele Pirro später.

Gegen Ende des Sprints zog dann auch noch Johnny Cecotto am amtierenden Meister vorbei. Der Venezolaner war während des Trainings nicht so richtig in Schwung gekommen (er litt etwas unter einer Rückenverletzung, die er sich letzte Woche bei einem Testunfall in Spa zugezogen hatte) und vom neunten Platz aus gestartet. Deshalb mußte er sich erst nach vorn arbeiten. An Emanuele kam er aber so leicht nicht vorbei, denn der versuchte mit aller Kraft, den am Ende doch zu schnellen BMW hinter sich zu halten.

 

 
 

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Gleichauf mit Aiello

 

Die für die Spitze entscheidende Situation ereignete sich schon beim Anbremsen der ersten Kurve: Aiello und Cecotto bekämpften sich so hart, daß Emanuele Pirro zum Ausweichen über die Randsteine ("Ich sah plötzlich nur noch, daß da kein Platz mehr für mich war.") gezwungen wurde und nur mit knapper Not vermeiden konnte, den BMW zu berühren. Dafür berührte der aber Aiello, worauf sich der Franzose drehte und einen zusätzlichen Schlag vom weißblauen Auto Cecottos bekam. Die Folge war, daß Aiello den Peugeot mit einer gebrochenen hinteren Radaufhängung parkte und Cecotto wegen Beschädigungen am Auto die Box anlaufen mußte.

Nutznießer war Emanuele Pirro, der sich trotz Ausweichmanövers plötzlich auf Rang 2 wiederfand. Doch wie nicht anders zu erwarten, ging schon Sekunden später van Ommen im zweiten Peugeot vorbei ("Die Reifen..."). Den 3. Platz zu halten war im Verlauf der nächsten Runden dann keine besondere Herausforderung, auch wenn der Audi-Privatier Christian Abt ein paar Minuten lang gefährlich nahe kam.

 

 
 

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Am Norisring gings richtig gut

 

Nach dem Unfall von Burgstaller in Runde 20 folgte eine Safety-Car Phase über acht Runden, bevor sich die Rennleitung zum Rennabbruch entschloß. "Es war bedrückend, so oft am Unfallort vorbeigeführt zu werden, ohne zu wissen, wie es Alexander Burgstaller ging. Man sieht die Krankenwagen und weiß nicht, was wirklich passiert war", sagte Emanuele Pirro später. Die Nachricht, daß alles noch einmal recht glimpflich abgegangen war, nahm er mit Erleichterung zur Kenntnis.

Seiner Meinung nach hätte die Rennleitung schneller erkennen müssen, daß die Rettungs- und Aufräumarbeiten mehr Zeit in Anspruch nahmen und sich schneller zum Rennabbruch entschließen müssen.

Ohne den Abbruch wäre bestimmt noch der 2. Platz möglich gewesen, denn kurz bevor das Safety-Car auf die Strecke ging, begann Emanuele aufzuholen. Während die Reifen der anderen langsam abbauten, behielten die Dunlop-Reifen des Quattro ihre Haftung - quasi als Ausgleich für den im kalten Zustand mangelnden Grip.

Nach dem Neustart und dem zweiten Teil des Rennens über 14 Runden überquerte Emanuele Pirro zwar als Zweiter die Ziellinie, doch in Addition der ersten beiden und des letzten Renndrittels wies der Computer Emanuele als Dritten mit 0,9 sec Rückstand hinter Jörg van Ommen (und 3,7 sec hinter Winkelhock) aus.

 

 
 

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Kommt doch nach Wunstorf den Audi's die Daumen drücken

 

Beim Neustart war der Römer besser weggekommen als van Ommen und konnte diesen auch ohne Probleme hinter sich halten. Das ist insofern bemerkenswert, daß beim erneuten Grün alle auf neuen Reifen auf die Strecke gingen, der Langzeitvorteil der Dunlops also nicht zum Tragen kam.

Jedenfalls ist Emanuele mit seinem dritten Platz vollauf zufrieden, und auch damit, daß sich langsam aber stetig Fortschritte im Team bemerkbar machen. Bleibt zu hoffen, daß es auch beim nächsten Rennen auf dem schnellen und anspruchsvollen Flugplatzkurs von Wunstorf so bleiben wird, und Emanuele Pirro seinen fünften Tabellenrang noch ein wenig verbessern kann.

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