Return, Menue  PS Gefluester

Pech gehabt

Erster Ausfall für Emanuele Pirro in seiner Audi-Zeit

Sachsenring, 15. Juni 1997

Unerfreuliche Premiere

Ganz andere Probleme im Warm Up

Regen oder nicht?

Guter Start vom fünften Platz aus

Zweiter nach dem Renn-Start

Das Rennen auf dem Sachsenring endete für Emanuele Pirro mit einer unerfreulichen Premiere: Zum ersten Mal, seit er für Audi ins Lenkrad greift, also seit 1994, ist er wegen eines technischen Defekts ausgefallen. In Runde 16 des Rennens versagte der A4 urplötzlich und ohne Vorzeichen seinen Dienst, und dem Römer blieb nichts anderes übrig, als auszurollen.

 

Emanuele als Zuschauer

 
 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Ein ungewohntes Bild, Emanuele als Zuschauer

 

Das Warm Up am Morgen hatte Emanuele auch nicht erfolgreich beschließen können, denn das Auto übersteuerte ständig. Zum ersten Mal hatte man am Sonntagmorgen Gelegenheit, auf einer sauberen und trockenen Strecke zu fahren, denn während es am Freitag im Trockenen noch sehr staubig war, regnete es am Samstag während beider Trainingssitzungen fast ununterbrochen.

Ob die Probleme bis zum Rennen in den Griff zu kriegen waren, stand nicht fest, und die 17. Zeit (1:33,719) war nicht gerade erfolgversprechend.

 

Startvorbereitung

 
 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Startvorbereitung

 

Als der Start am Sonntagnachmittag näher kam, war die Wetterlage denkbar undurchsichtig. Dunkle Regenwolken zogen mit starkem Wind über den Sachsenring dahin, und vereinzelt fielen ein paar Tropfen. Es blieb aber Trocken und die Mechaniker konnten die gelösten Radmuttern wieder fest ziehen: In Erwartung eines Wechsels auf Regenreifen hatte man sich schon vorbereitet.

Wie gewohnt, legte Emanuele Pirro einen guten Start hin und lag nach wenigen 100 Metern auf dem dritten Rang (hinter Aiello und Winkelhock). Dabei profitierte er freilich auch vom Dreher des von Platz drei aus gestarteten Johnny Cecotto. Im Verlauf der nächsten Kilometer wurde Emanuele allerdings von Marco Werner, Jörg van Ommen und Uwe Alzen passiert, konnte allerdings ohne große Schwierigkeiten folgen. "Es ist ein Problem der Reifen, die erst dann genug Gripp aufbauen, wenn sie auf Temperatur gekommen sind", rechtfertigte der Italiener später seine Platzverluste. Den Beweis für seine Behauptung lieferte er ein paar Runden später, als er Jörg van Ommen und dessen Peugeot überholte und den von einer Safety-Car-Phase unterbrochenen Sprint als Vierter beendete.

 

Platz 4 - vor van Ommen

 
 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Im Sprint vor van Ommen vierter

 

Am Honda Werners war er ganz kampflos vorbeigekommen, als am Japaner das Getriebe versagte.

Der Start zum Rennen verlief für Pirro vorzüglich, denn er konnte sich hinter Sprint-Sieger Winkelhock als Zweiter einreihen. Laurent Aiello für längere Zeit hinter sich zu halten war allerdings nicht möglich, denn das bekannte Problem mit den Reifen machte sich wieder bemerkbar. Auch van Ommen, Alzen und der von hinten durchs Feld eilende Cecotto gingen an Emanuele vorbei. Gerade als der wieder die Möglichkeit sah, seine Position zu verbessern, ging das Auto kaputt. Daß was zuerst wie ein Motorschaden aussah, stellte sich wenig später als Elektronikproblem heraus, daß es es in der nächsten Tagen genau zu analysieren gilt.

 

Auf dem Vormarsch

 
 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Als die Reifen auf Temperatur waren, der fünfte und vierte zum Überholen anstanden - versagte die Elektronik

 

Bemerkenswert: Während Emanuele, nachdem er den Wagen abgestellt hatte, mehrmals ohne Erfolg versucht hatte, den Motor wieder zu starten, sprang das Triebwerk später in der Box sofort an.

Damit endete für den Römer ein Rennen, das an Rempeleien und Überholmanövern nicht gerade arm gewesen ist und an Spannung kaum zu überbieten war.

Mister "Uwenfair" Alzen

 
 

Photo Motorsport-Bild-Agentur

Kurz bevor Alzen den Audi von Pirro unfair von der Strecke schob

 

Der Sieger hieß Joachim Winkelhock, vor Laurent Aiello und Uwe Alzen.

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