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Wechselwetter

Sachsenring, 14. Juni 1997

5. Startplatz in letzter Sekunde

Zwei Kurven im Regen

Rutschiger Asphalt

Wieder im Entwicklungs-A4

Noch länger hätte Emanuele Pirro mit seiner schnellsten Runde beim Zeittraining zum vierten Saisonrennen auf dem Sachsenring nicht warten dürfen - obwohl erst ein paar Minuten des Qualifyings verstrichen waren.

Schon den ganzen Tag über wechselten sich Sonnenschein und Regen ab, und als um 14.00 Uhr die Bahn freigegeben wurde, war die Strecke noch naß. Und kaum daß der Asphalt abgetrocknet war, setzte von oben her eine neue Bewässerung ein. Der besten Momente, um eine schnelle Runde zu drehen, waren also die letzten Sekunden vor dem neu einsetzenden Regen.

Emanuele Pirro nutzte diese Gunst in allerletzter Sekunde, denn als der auf seiner schnellsten Runde (1:33,098) die letzten beiden Kurven durchfuhr, hatte der Regen bereits wieder eingesetzt. Auch wenn deshalb noch ein paar Sekundenbruchteile mehr möglich gewesen wären, ist der fünfte Startplatz für den Titelverteidiger hervorragend.

Die Gunst der Sekunden nutzte im übrigen auch Laurent Aiello im Peugeot, der in der Trockenzeit eine 1:31,528 fuhr, die ihm die Pole-Position bescherte.

Für das Rennen rechnet Emanuele mit einem Platz um seine Startposition herum. So wie es heute ausgesehen hat, könnte das Wetter aber auch wiedermal eine Schlüsselrolle spielen. Dem Quattro würde Regen bekanntlich entgegenkommen. Im Regen ohne Regenreifen unterwegs zu sein, wie Emanuele dies (unfreiwillig) in Zolder tat, sei hier aber wesentlich schwieriger, denn der Streckenbelag sei sehr rutschig.

Wie schon auf dem Nürburgring fährt der Römer den Entwicklungs-A4 Quattro, der auf Basis eines Vorjahresautos gebaut worden ist. Ob und wann er auch einmal mit einem frontangetriebenen A4 an den Start geht, den er bei Tests schon gefahren hat, steht noch nicht fest.

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