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- Sieg und schnellste
Runde:
- Der große Tag von
Emanuele Pirro
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- Sebring, 18.
März 2000
- "Wir
haben bis zum Schluss gekämpft, und das
macht diesen Sieg noch viel
süßer", sagte Emanuele Pirro
unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Er
hatte gerade die legendären 12 Stunden
von Sebring gewonnen, den Höhepunkt der
amerikanischen Sportwagenszene und
zugleich erstes Rennen zur American Le
Mans Serie ALMS.
- Zusammen mit
seinen Teamkollegen Frank Biela und Tom
Kristensen hatte Emanuele das Rennen um
10.10 Uhr Ortszeit von der Pole-Position
aus in Angriff genommen. Nachdem Biela
den ersten und Kristensen den zweiten
Stint gefahren hatte, kletterte Emanuele
erstmals um 13.58 Uhr ins Cockpit des
Audi R8.
- Nach vier
Stunden, einem Drittel der Renndistanz,
führte der BMW von Lehto/ Müller vor
Emanuele Pirro. Dann folgten der zweite
BMW und der zweite Audi. Die als
Mitfavoriten gehandelten Spyder von
Sebring-Besitzer Don Panoz waren zu
diesem Zeitpunkt bereits ausgefallen oder
wegen technischer Gebrechen weit
zurückgeworfen worden.
- Als Emanuele
den Wagen nach knapp zwei Stunden an
Frank Biela übergab, lag er in Führung,
und Emanuele hatte noch dazu die
schnellste Rennrunde überhaupt gefahren:
1:50,286 Minuten. Trotz klarer Führung
bei Rennhalbzeit konnte sich die
italienisch-deutsch-dänische Mannschaft
nicht sicher fühlen, denn es gab
Schwierigkeiten: Bei den Boxenstopps lief
nicht alles so wie es hätte laufen
sollen, und darüberhinaus stellten sich
Probleme mit den Bremsen ein. Dies betraf
auch den zweiten Audi mit der Startnummer
77 von Alboreto/ Capello/ McNish,
woraufhin sich Rennleiter Dr. Wolfgang
Ullrich zu unterschiedlichem Vorgehen
entschloss: Bei Auto Nr. 77 wurden die
Bremsen entlüftet und die Belege
erneuert, was natürlich sehr
zeitaufwendig war, und bei der Nummer 78
Order an die Fahrer gegeben, sehr
vorsichtig mit den Bremsen umzugehen. Am
Ende ging die zweite Variante auf, denn
nach 360 Runden überquerte Emanuele
Pirro mit 39,111 Sekunden Vorsprung vor
Rinaldo Capello die Ziellinie. Eine Runde
vor Rennende hatte es für Emanuele noch
eine Schrecksekunde gegeben, als er einen
weit zurückliegenden Lola überrunden
wollte und von diesem beinahe übersehen
wurde.
- Als Emanuele
wenige Minuten später in die Boxengasse
einbog und vor dem Siegertreppchen
stoppte, war dieser Moment natürlich
genauso vergessen wie der leichte Regen,
der während Emanueles letztem Stint
kurzzeitig eingesetzt hatte. Von seinen
Teamkollegen, der Audi-Sport-Mannschaft
und vielen Tausend Zuschauern wurde
Emanuele Pirro vor dem Siegertreppchen
natürlich mit Jubel empfangen. Es war
das erste Mal seit dem
Supertourenwagen-Rennen 1997 in
Zweibrücken, dass Emanuele wieder ganz
oben auf dem Treppchen stand.
- Nach diesem
Erfolg beim 12-Stunden-Rennen, das im
Wesentlichen ohne technische Probleme
überstanden wurde, können Emanuele
Pirro, seine Teamkollegen und Audi
optimistisch sein. Für die 24 Stunden
von Le Mans gelten sie von nun an als
Favorit.
- Beim
nächsten Rennen zur ALMS zwei Wochen
nach Sebring in Charlotte in North
Carolina setzt Audi noch einmal die R8R
aus 1999 ein, während die R8 der
Generation 2000 nach Ingolstadt zurück
gebracht werden, um dort auf ihren
Einsatz am Testtag in Le Mans am 30.
April vorbereitet zu werden.
Gregor
Schulz
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